Unsere Sandy ist unser treuer Begleiter. Nebenbei wacht er nachts auch auf dem Hof, das ist sein Herrschaftsgebiet. Er braucht ein bisschen, bis er Sie gewöhnt hat, aber sobald das der Fall ist, werden Sie ihn lieben lernen.
Der Papstlhof wurde inmitten der malerischen Kalterer Weinberge in spektakulärer Lage erbaut. Die Hofstelle ist aus zwei Baukörpern (Wohn- und Gästehaus) konzipiert, welche nahezu spielerisch leicht verdreht sind, um eine optimale Talausrichtung und gleichzeitig jeder einzelnen Wohneinheit ein Eigenleben zu garantieren.
Als Verbindungselement dient der Verkostungsraum für die Weine mit seinem reizenden Flair. Er lädt die Hausgäste zum Verweilen und Probieren ein. Die avantgardistische Formensprache der Gebäude suggeriert eine zeitgenössische Eleganz und die heterogenen Faltungen der Satteldächer harmonieren mit der traditionell geprägten Umgebung. Der gewünschte ästhetische Anspruch spiegelt sich in der sehr hochwertigen materiellen Ausführung der Hofstelle wider, sei es im Innen- wie im Außenbereich.
Im Außenbereich verweben Schwimmbecken, Piazzetta und Feuerstelle ineinander.
Natürlich wurde auch an die „Kleinen“ gedacht und ein kreativer Spielplatz geschaffen.
Die „Alten“ wussten es noch: Unsere Familie trägt in Kaltern den Spitznamen „Papstl“ .
Sein Ursprung geht auf das Jahr 1836 zurück. In dieser Zeit wurden junge Tiroler Burschen ausgelost, um in den päpstlichen Ländereien Fron- und Wachdienst zu leisten. Dieser Dienst war für 11 Jahre bindend und nur mit Kost und Logis vergütet. Mit diesem Los wurde auch Handel getrieben. Reiche Bauern-, Händler- und Beamtensöhne konnten diesen Pflichtdienst an einfache Arbeiter und Tagelöhner übertragen und garantierten im Gegenzug Leistungen für deren Familien.
Eines dieser Lose traf unseren Urgroßvater Josef Andergassen.
Nach seiner Rückkehr erhielt er von der Kalterer Bevölkerung den Übernamen Papstl, eben weil er seinen Dienst beim Papst, oder besser in dessen nördlichen Ländereien rund um Florenz abgeleistet hatte.
Josef Andergassen war von Beruf Saltner. Jedes Jahr wurden diese Weingartenhüter aus den Reihen der jungen, ledigen Burschen des Ortes ausgewählt. Diese hatten die Aufgabe, die Weingüter und vor allem die Ernte vor Dieben zu schützen. Ein Saltner trug eindrucksvolle Kleidung: lederne Bundhosen, um den Bauch einen bestickten, breiten Gurt, um den Hals Ketten mit verschiedenen Jagdtrophäen, wie etwa die mächtigen Hauern eines Ebers. Sein Hut mit prächtigen Pfauen- und Spielhahnfedern und Fuchsschwänzen ließen den Saltner größer und furchteinflößender erscheinen. Bewaffnet war er mit einem hellebardenartigen Spieß.